Anwendersoftware und Systemsoftware

Unterschieden wird zwischen Anwendersoftware und Systemsoftware. Betriebssysteme wie Windows oder Linux, sowie Kommunikations- und Datenbanksoftware gehören zur Systemsoftware. Zur Anwendersoftware wird beispielsweise ein ERP- oder Warenwirtschaftssystem (WWS) gezählt.

Standardsoftware

Sicher ist ein Betriebssystem in aller erster Linie eine Standardsoftware, doch wollen wir unsere Betrachtung ausschließlich auf die Anwendersoftware richten. Standardsoftware wird für fest abgegrenzte Aufgaben entwickelt und hat ein hohes betriebswirtschaftliches oder technisches Niveau, um bestimmte, definierte Funktionen und Vorgänge zu erfüllen. Die Vorteile der Standardsoftware liegen in der Integration mit anderer Standardsoftware und einem breiten funktionalen Umfeld.
Je nach Umfang der Standardsoftware, lassen sich bestimmte Abläufe parametrisieren (verschiedene Einstellungen) und mit anderen Systemen adaptieren (verschiedene Schnittstellen).
Der Kostenfaktor bei der Beschaffung einer Standardsoftware spielt eine sehr große Rolle, der durch Verkauf größerer Stückzahlen, Innovationsdruck und den Softwaremarkt positiv beeinflußt wird. Eine Standardsoftware ohne Branchenausrichtung wird auch als branchenneutral bezeichnet.

Individualsoftware

Individualsoftware kann aus eigener oder fremder Entwicklung stammen und wird vorzüglich problem- oder werkzeugorientiert programmiert. Im Gegensatz zur Standardsoftware wird eine Individualsoftware nur von ganz wenigen Anwendern eingesetzt, da die speziellen Lösungen kaum in anderen Unternehmen anwendbar sind.
Daraus ergibt sich der größte Nachteil: Ein außerordentlich hoher Kostenfaktor und die eingeschränkte Funktionsweise.
Die Vorteile liegen jedoch eindeutig in einem beträchtlichen Abdeckungsgrad der individuellen Anforderungen.

Branchensoftware

Die Branchensoftware gehört zur Familie der Standardsoftware, ist aber durch ihr Aufgabengebiet stark auf eine bestimmte Branche oder Unternehmensart ausgerichet. Branchensoftware löst in der Regel ganz gewisse Funktionen oder Anforderungen, die nur in diesem Wirtschaftszweig vorkommen. Beispiele sind Lösungen für Druckereien, Getränke-, Obst- und Gemüsehandel.
ERP oder ERM als Standardsoftware

Enterprise Resource Planning (ERP) oder Enterprise Resource Management (ERM) ist eine heute übliche Bezeichnung, die für eine Standardsoftware steht, die alle Teilbereiche der betrieblichen Wertschöpfungskette abbildet.
Inwieweit tatsächlich alle Unternehmensbereiche in einem ERP-System dargestellt bzw. bearbeitet werden können,
hängt vom Umfang der angebotenen Softwarelösung, den Anforderungen und der Art des anwendenden Unternehmens ab. Es gibt jedoch keine allgemeingültige Definition, die festlegt, welche Softwarekomponenten oder Module in einer ERP-Lösung enthalten sein müssen. Selbst die Festlegung, welche Bereiche bearbeitet werden sollen,
ist immer abhängig von der Sichtweise des anfordernden Unternehmens und der anbietenden Softwareschmiede.
Ein Handelsunternehmen wird sicher keine Fertigungslösung einsetzen wollen und eine Druckerei bevorzugt bestimmt eine Branchensoftware, die wiederum bei einem Maschinenbauer nicht eingesetzt werden kann.
Das Anwendungsspektrum einer ERP- oder ERM-Lösung liegt jedoch immer im betriebswirtschaftlichen oder öffentlichen Aufgabenbereich.

Die Wirtschaftssysteme

Der Begriff Wirtschaft, im engeren Sinn der Softwareanwendungen definiert, illustriert ein breiteres Aufgabenspektrum als herkömmliche Softwarebezeichnungen, die in ihrem Begriffswesen allzuleicht mißverstanden oder unterschätzt werden könnten.
So will das Wirtschaften in bestimmten Aufgabenbereichen viel umfangreicher verstanden werden, als ein konkreter, nur einen bestimmten
Teilbereich betreffender Ausdruck. Dies kann beispielhaft erleutert werden. Eine Softwarelösung für die Personalwirtschaft
erscheint umfangreicher als «nur» ein Programm für Lohn und Gehalt. So gesehen, verbirgt sich hinter dem Begriff Fertigungswirtschaft, verglichen mit PPS, eine größere Vielfalt im Fertigungsverfahren.

WWS – das Warenwirtschaftssystem

Ein Warenwirtschaftssystem, abgekürzt WWS, steht für den Teil der ERP- oder ERM-Software, der den reinen Warenfluß abbildet. Somit ist ein WWS einerseits Bestandteil des übergeordneten ERP-Systems, kann andererseits aber auch als eigenständige Softwarelösung, als reines WWS, auftreten.
Durch das Warenwirtschaftssystem wird der Fluß sämtlicher Artikel vom Einkauf bis zum Verkauf ohne Unterbrechnung abgebildet, und zwar in Mengen- und Werteinheiten. Das reine WWS ist eine ähnlich komplexe Softwarelösung wie das ERP-System, befaßt sich aber
überwiegend mit der Beschaffung, der Lagerung, dem Verbrauch und dem Verkauf von Materialien, mit allen Aspekten, die diesem Teil der Wertschöpfungskette zugerechnet werden.
Wichtige Module des WWS sind die Auftragsbearbeitung, die Beschaffung und die Materialwirtschaft.
Einige Warenwirtschaftssysteme haben zusätzlich noch eine einfache Fertigungsfunktion integriert, die es ermöglicht, Teile des Fertigungsbereiches abzudecken. Solche Lösungen werden auch von kleinen produzierenden Betrieben eingesetzt, die in der Regel ohne Fertigungsplanung und Steuerung auskommen, z. B. in der Lohnfertigung oder der einstufigen Einzelfertigung. Primäres Merkmal des WWS ist jedoch immer der Warenfluß.

MAWI – die Materialwirtschaft

Die Materialwirtschaft, kurz MAWI, ist immer Bestandteil eines Warenwirtschaftssystems (WWS). Ihre Aufgabe ist die Bedarfsplanung, die Lagerverwaltung mit Lagerorten und die Bestandsführung. Die reine Materialwirtschaft ist als eigenständige Software kaum denkbar, da sie ohne Funktionen, wie Beschaffung und Verkauf, nicht eingesetzt werden kann.
Normalerweise ist die MAWI vollständig in ein WWS integriert und versorgt als zentrales Instrument die verschiedenen Aufgabenbereiche eines Unternehmens mit den notwendigen Daten und Informationen. Je nach Umfang kann eine integrierte, automatische Disposition die Soll- und Istbestände der Artikel abgleichen und die daraus resultierenden Bestellvorschläge dem Einkauf zur Verfügung stellen. Geplante und tatsächliche Lagerbewegungen sollen berücksichtigt werden, Lagerbewegungsjournale müssen geführt und Inventuren durchgeführt werden.
Wird die Materialwirtschaft in einem Fertigungsbetrieb eingesetzt, werden Mengenstücklisten in die Bedarfsrechnung einbezogen.

Auftragsbearbeitung

Die Auftragsbearbeitung kann Teil eines übergeordneten Warenwirtschaftsystems
sein, wird aber auch als autarke Softwarelösung eingesetzt. Zu ihrem Aufgabenbereich
gehört die reine Abwicklung des Verkaufs und umfaßt zusätzlich das Angebotswesen,
Lieferungen an und Rücklieferungen von Kunden, sowie die Fakturierung.
Wird die Auftragsbearbeitung als eigenständige Software betrieben, kommt sie fast
nur in kleinen Betrieben zum Einsatz und kann «von der Stange» schon sehr preisgünstig
beschafft werden. Ist sie hingegen vollständig in ein WWS integriert, dient
sie als Auslöser für umfangreiche weitere Bearbeitungsschritte, wie z. B. die
Materialreservierung und Beschaffung oder die Fertigungsplanung.
Wir haben der
Auftragsbearbeitung eine eigene Themenseite
gewidmet, hier finden Sie weitere wichtige Hinweise und Merkmale.
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SCM - Supply Chain Management

Das Supply Chain Management ist eine Softwarelösung, in der die gesamte Lieferkette von größeren Handels- oder Fertigungsunternehmen, z. B. in der Automobilindustrie, abgebildet wird. Miteinbezogen werden alle Lieferanten und Kunden, die meist über das Internet miteinander verbunden sind. SCM-Systeme werden im einsetzenden Unternehmen zentral gesteuert und über Schnittstellen mit allen Partnern verbunden.
In einigen Definitionen zu diesem Begriff wird die kundenseitige Anbindung an die Lieferkette oft ausgelassen, gerade wenn es um die Anwendung in Handelsunternehmen geht.
Der Grund liegt vermutlich darin, daß die Bedarfsauslösung nur indirekt vom Verbraucher ausgeht, indem an der elektronischen Registrierkasse (POS, Point of Sale) der Warenabgang weitergeleitet wird. Die Sichtweite der Handelszentralen im Supply Chain Management beschränkt sich dann nur auf die Lieferantenseite und die Verteilung auf die Filialbetriebe, wo der Verbraucher tatsächlich nicht direkt vorkommt.
Ein häufiges Einsatzgebiet dieser Softwarelösungen findet sich auch in der Fertigung, zusammenhängend mit Just-in-Time-Verfahren (JIT), wo der Bedarf, also die Materialbereitstellung vom Endverbraucher ausgelöst wird. Wird z. B. ein Kraftfahrzeug bei einem der weltweiten Händler in einer bestimmten Ausführung bestellt, löst diese Bestellung, gesteuert über den Hersteller, bei den verschiedenen Zulieferern Produktions- und Beschaffungsaufträge aus, die unter Umständen um den gesamten Globus an unzählige Betriebe erteilt werden. In der Gegenrichtung erfolgen Terminangaben, Lieferzusagen und Fertigungsrückmeldungen.

PZE und BDE - die Zeitwirtschaft

In den meisten Betrieben müssen Zeiten verwaltet werden, die Personalzeiten (PZE) und die Betriebsdatenerfassung (BDE).
Um diese Vorgänge zu bearbeiten, sind zwei Komponenten erforderlich, Hardware und Software.
Die Hardware bestand früher nur aus rein mechanischen Stechuhren, welche die Stempelzeiten auf Stechkarten aufgedruckt hat. Aufwendig war das manuelle Ausrechnen und Auswerten der gestochenen Zeiten. Heute werden elektronische Geräte angeboten, die in verschiedenen Ausführungen erhältlich sind. Im Normalfall werden über festinstallierte Terminals die Zeiten gestochen. Die Geräte sind mit einem PC oder dem Netzwerk verbunden, werden von der installierten Software ausgelesen und sofort oder zeitversetzt weiterverarbeitet.
Während die PZE die reinen Kommt- und Geht-Stechungen der Mitarbeiter auswertet, erfüllt die BDE darüber hinaus auch noch die Aufgabe, Start- und Endzeiten von Fertigungsaufträgen festzuhalten. Die Mitarbeiter können sich mit Magnet- oder Chipkarten registrieren, oder auch über sogenannte Transponderkarten berührungslos Kontakt aufnehmen. Für die Erfassung von Auftragsnummern werden Scanner angeschlossen, die gedruckte Barcodes vom Betriebsauftrag ablesen können. Erfassungsterminals sind mit numerischen Tasten und diversen Funktionstasten ausgerüstet, um auch manuelle Eingaben (z. B. Gutmengen, Ausschuß etc.) übermitteln zu können. Eine Erweiterung der BDE-Funktion besteht in der Möglichkeit, auch Maschinendaten (z. B. Fertigungsmengen) übernehmen zu können, die in Fertigungsrückmeldungen eingehen.
Geräte für die PZE- und BDE-Erfassung werden in verschiedenen Ausführungen angeboten und üblicherweise wird eine Software zur Auswertung mitgeliefert. Ist die Personalzeit- und Betriebsdatenerfassung mit einem ERP-System gekoppelt, spricht man von einer integrierten Lösung. Damit die Daten in vorhandene ERP-Systeme übernommen werden können, sind bestimmte Voraussetzungen sowohl von ERP-Seite als auch von der Erfassungsseite notwendig.
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Anwendersoftware und Systemsoftware
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MAWI - Die Materialwirtschaft
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SCM - Supply Chain Management
PZE und BDE - die Zeitwirtschaft
PPS - die Produktionsplanung und Steuerung
Die Fertigungswirtschaft
CRM, eCRM - Customer Relationship Management
CAS - Computer Aided Selling
e-Business
e-Commerde
e-Procurement
EDI und EDIFACT
B2B und B2C
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PPS – die Produktionsplanung und Steuerung

PPS steht für Produktionsplanung und Steuerung, Softwarelösungen, die in Fertigungsbetrieben Verwendung finden. Die Produktionsplanung beschäftigt sich mit der Programmplanung (Fertigungsprogramm), der Mengen- bzw. Losgrößenplanung und der Termin- und Kapazitätsplanung. Die Produktionssteuerung regelt die Auftragsveranlassung und die Auftragsüberwachung.
Die Zuordnung von PPS-Systemen ist nicht ganz unproblematisch, da diese Softwarelösung sowohl Bestandteil einer ERP-Anwendung sein kann,
als auch als eigenständige Software am Markt angeboten wird.
Da reine Produktionsplanungs- und Steuerungssysteme ohne beispielsweise die Auftragsbearbeitung oder die Beschaffung nicht denkbar sind,
handelt es sich bei einer als PPS-System vertriebenen Software wohl doch um eine integrierte Lösung und damit wiederum um eine ERP/ERM-Anwendung. Das vordergründige
Merkmal «PPS» soll hier vielmehr zum Ausdruck bringen, daß der Schwerpunkt eben auf der Fertigung bzw. der Produktionsplanung und Steuerung liegt.

Die Fertigungswirtschaft

Der Begriff Fertigungswirtschaft ist nicht gleichzusetzen mit einer PPS-Anwendung, denn hier wird das Einsatzgebiet nicht eindeutig bestimmt. Die Fertigungswirtschaft kann ebenfalls als Teil eines ERP-Systems zum Einsatz kommen, wird sie jedoch als eigenständige Softwareanwendung vertrieben, erfolgt in der Regel eine Begriffsverallgemeinerung. Die angebotene Software heißt
dann «Fertigungslösung» oder auch «Fertigungssoftware», womit speziellere, auf die Fertigung zugeschnitte Systeme gemeint sind.
Die Abgrenzung bzw. die Verallgemeinerung der Fertigungswirtschaft gegenüber einer reinen PPS-Lösung liegt wohl auch in der Hervorhebung eines breiteren Anwendungsgebietes. Für viele Fertigungsbetriebe, die z. B. Einzel- und Kleinserien produzieren, ist eine PPS-Lösung oft nicht ausreichend oder sogar das falsche Softwareinstrument. Deutlich wird dies im Anlagen- und Sondermaschinenbau oder bei Lohnfertigern.
Auch bei eigenständigen «Fertigungslösungen» soll zum Ausdruck gebracht werden, daß der Schwerpunkt in der Herstellung liegt.

CRM, eCRM – Customer Relationship Management

Mit Customer Relationship Managemant oder kurz CRM werden Softwarelösungen bezeichnet, die sich mit der Intensivierung der Kundenbeziehung beschäftigen. Dies ist jedoch kein selbstloses Engagement, denn der Zweck ist letztendlich, durch Effizienz und bessere Informationsauswertung die Kundenwünsche besser und schneller berücksichtigen zu können, dadurch die Kosten zu senken und den Umsatz zu steigern.
Das Aufgabengebiet einer CRM-Lösung erstreckt sich über die operativen, kollaborativen und analytischen Funktionen. Angefangen bei der detaillierten Informationssammlung unter Einbeziehung aller Unternehmensbereiche wird der Kundenwert definiert, über den sich auch im Marketing die Zielgruppe abgrenzen läßt.
Bislang werden CRM-Lösungen hauptsächlich als Zusatzwerkzeuge (Software) angeboten, die aber mit vorhandenen ERP-Lösungen
verbunden (integriert) werden können. CRM-Anwendungen sind eher selten als Gesamtlösung, ähnlich wie ein ERP-System,
erhältlich. Anzumerken ist, daß ein Großteil der in den letzten Jahren begonnenen Projekte schlichtweg gescheitert ist. Der Grund hierfür ist aber nicht unbedingt in einer unzureichenden Softwarelösung zu sehen, sondern vielmehr in der mangelhaften Einführung und Umsetzung.
Soll eine CRM-Software zum Einsatz kommen, bedingt dies zwangsläufig eine gewisse Unternehmensphilosophie und fast immer ein Umdenken im gesamten Mitarbeiterstab. eCRM hat die gleiche Bedeutung, nur daß mehr Wert auf den Einsatz elektronischer Kommunikation gelegt wird.
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CAS – Computer Aided Selling

Das Ziel einer CAS-Software ist mit CRM gleichzusetzen, wobei CAS-Systeme vorzüglich Insellösungen sind, die mit Daten
«gefüttert» werden müssen.

e-Business

Das «e» steht immer für electronic bzw. für die elektronischen Medien.
e-Business, e-Commerce und Internet stehen stellvertretend für Begriffe mit denen viel Schindluder getrieben wurde.
Es wird uns immer in Erinnerung bleiben wie zu Beginn des Jahres «2K» (K steht für Kilo, also 2000) weltweit ein
riesiges Volksvermögen vernichtet wurde. Daniel Lütolf von der Luzerner Kantonalbank beschreibt dies so:
«Die Geschichte lehrte uns schon einige Male, dass die Gier nach möglichst viel Geld innert kürzester Zeit nicht nur
blind sondern auch dumm macht. Daß die Internethype-Blase geplatzt ist, hat seine Richtigkeit und führt zu einer
gesunden Konsolidierung des IT-Marktes.»
Trotzdem kann auf das e-Business nicht mehr verzichtet werden. Denken wir nur an die Einführung des Faxgerätes, Ende der 70er Jahre. Heute unvorstellbar, diesen Kommunikationsweg nicht beschreiten zu können. Jedoch wird unter e-Business nicht (nur) die Einrichtung einer tollen Webseite verstanden, sondern vielmehr die betriebliche Nutzung der elektronischen Medien in ihrer Gesamtheit und der damit verbundenen Möglichkeiten . Auch hier sind inzwischen z. B. Recherchen über das Internet nicht mehr wegzudenken.
E-Business hat grundsätzlich zwei Bedeutungen. Zum einen wird damit ein Wirtschaftszweig definiert, der ausschließlich über die elektronischen Medien in der Lage ist, seine Unternehmungen so zu betreiben. Beispiele dafür seien e-bay oder die Internetbuchhandlung amazon, die ohne das Internet kaum einen solchen Erfolg hätten.
Andererseits ist mit e-Business aber auch die Art gemeint, mit der nahezu alle Gewerbetreibende schnellere, effektivere und kostengünstigere Geschäftsverbindungen unterhalten und neue hinzugewinnen können. Das Internet steht quasi global zur Verfügung.

e-Commerce

Unter e-Commerce wird die Gesamtheit aller kommerziellen Tätigkeiten verstanden, die sich mittels der e-Medien auf den Vertrieb
konzentrieren. Dies kann z. B. mit einem Internetshop, einer publikumswirksamen Homepage, e-Mails oder e-Zine
(Zine steht für magazine) betrieben werden. Sicher gibt es e-Businessfirmen, die ausschließlich über
«e» agieren, doch auch traditionell wirtschaftende Betriebe, nennen diesen zusätzlichen Absatzweg e-Commerce.
Wohlgemerkt, es geht um den Absatz und den Vertrieb von Waren und Dienstleistungen.

e-Procurement

Die Verwendung dieses Begriffes ist recht neu, doch es geht schlicht um den Einkauf und die Beschaffung von Waren und Dienstleistungen (engl. procurement = Beschaffung) auf elektronischem Weg.

EDI und EDIFACT

EDI steht für Electronic Data Interchange, also den automatischen Datenaustausch zwischen Unternehmen ohne weiteren manuellen Eingriff. Der Hintergrund ist die strukturelle Verschiedenheit der Datenbankanwendungen der Betriebe untereinander, die über eine genormte Schnittstelle Daten in einem bestimmten Format im- und exportieren können.
Den Standard für diese Schnittstelle hat die UN, genauer die UNECE (United Nations Economic Comission for Europe) definiert, der EDIFACT genannt wird. Über eine EDIFACT-Schnittstelle können z. B. Rechnungen oder Bestellungen papier- bzw. beleglos zwischen unterschiedlichen Softwareanwendungen ausgetauscht werden.
Einerseits gibt es geschlossene Netze, über die EDI-Nachrichten übermittelt werden können, andererseits ist es aber auch durchaus üblich, EDI-Informationen per e-Mail zu versenden.

B2B und B2C

Diese Begriffe definieren lediglich die Art der Geschäftsbeziehung, wobei „B” für Business und „C”
für Consumer steht. Die „2” ist eine lautmalende, abgekürze Bezeichnung und bedeutet to (engl. 2 = two, gesprochen wie to).
B2B bedeutet also Business to Busines (Geschäftsbeziehung zwischen Betrieben) und B2C hat die Bedeutung Business to Consumer (Geschäftsbeziehung zwischen Betrieben und Endverbrauchern).
Preisliste
Durch eine klare, übersichtliche Preisgestaltung bleibt Ihr ERP-Projekt im geplanten Rahmen und Sie erleben keine Überraschungen. Unsere bekannten Finanzierungsmodelle bieten einen erschwinglichen Einstieg: Kauf, Mietkauf, Leasing und Miete.
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CIM, CAD, CAE, CAM und CAP

CIM, die Computer Integrated Manufacturing, ist kein Produkt, sondern ein Überbegriff, der für alle Softwarewerkzeuge steht,
die sich mit der computergestützen („Computer Aided”) Fertigung beschäftigen. Zur Gruppe der CIM-Anwendungen rechnet man auch das PPS-System.
Die nachfolgenden Softwareanwendungen haben alle gemeinsam das Merkmal, daß sie nicht in einem ERP-System integriert sind. Es handelt sich immer um eigenständige Anwendungen, die mehr oder minder mit einem ERP-System verbunden werden können.
CAD, Computer Aided Design
Dies ist wohl das bekannteste Konstruktionswerkzeug, mit dem zwei- und dreidimensionale Entwürfe erzeugt werden. Gleichzeitig können automatisch Stücklisten generiert werden.
CAE, Computer Aided Engineering
Der Begriff ist ähnlich zu verstehen wie CAD, nur beinhaltet diese Anwendersoftware auch Simulationsverfahren.
CAM, Computer Aided Manufacturing
Dieser Begriff gehört ebenfalls zur CIM-Gruppe, definiert sich selbst aber wiederum als Überbegriff für Softwareanwendungen, die sich mit der direkten Steuerung von Maschinen und Werkzeugen befassen, wie z. B. Robotern und CNC-Maschinen.
CAP, Computer Aided Planning
Softwareanwendungen dieser Kategorie beschäftigen sich mit dem Erstellen und Verwalten von Arbeitsplänen.

Finanzbuchhaltung (FiBu)

Zum betrieblichen Rechnungswesen, der FiBu, gehört die Buchhaltung mit ihren Haupt- und Nebenbüchern und das Controlling. In einigen Softwaresystemen, (ERP und WWS) ist die Buchhaltung als proprietäres System integriert. Der Vorteil von solchen integrierten Systemen liegt in der direkten Datenkopplung, der Nachteil jedoch in der Abhängigkeit zu einem eventuell wenig verbreiteten Herstellersystem, und der Inkompatibilität zu Standardsystemen wie z. B. DATEV, das in den steuerberatenden Berufen weit verbreitet ist.
Der Einsatz von eigenständigen Buchhaltungssystemen, also nicht integrierten Systemen ist üblicher und sehr häufig anzutreffen. ERP- und WWS-Systeme sollten dann jedoch die Möglichkeit der Vorkontierung bieten. Daten werden über eine Schnittstelle mit der systemfremden oder externen Buchhaltung ausgetauscht
Eine Besonderheit stellt die Kontokorrentbuchhaltung für die Kunden und Lieferanten dar, vor allem dann, wenn die Buchhaltung von einem Steuerberater erledigt wird. Auch wenn in dem eingesetzten ERP- oder WWS-System keine FiBu integriert ist, so besteht oft die Möglichkeit, die offenen Posten der Debitoren und Kreditoren zu verwalten, meist in Zusammenhang mit dem Mahnwesen. Dies ist durchaus sinnvoll, gerade wenn mit einem Kreditlimit gearbeitet wird.
Welches Verfahren letztendlich bevorzugt wird, hängt von der Betriebsgröße ab,
Ihr Steuerberater wird Sie sicher gerne beraten.